In der Nacht zum 24. August verwandelte sich Torremolinos (Málaga) in ein Flammeninferno, als ein gezielter Brandanschlag eine ganze Reihe von Pubs in der Avenida Salvador Allende zerstörte. Die Ermittlungen der Polizei lassen keinen Zweifel: Das Feuer war kein Zufall, sondern Teil einer Abrechnung der britischen Mafia, die in der Costa del Sol ein Netz der Schutzgelderpressung über Bars und Clubs spannt
Redaktion Spanien Press
Eine Nacht des Schreckens an der Costa del Sol
Kurz nach fünf Uhr morgens ging der Notruf beim 112 Andalusien ein. Innerhalb weniger Minuten hatten die Flammen die gemeinsame Überdachung von sieben Lokalen erfasst, das Innere eines Pubs vollständig zerstört und sogar einen nahegelegenen Supermarkt beschädigt. Auch mehrere Fahrzeuge, die vor den Lokalen geparkt waren, wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Feuerwehr, Sanitäter sowie Einheiten der Lokal- und Nationalpolizei waren schnell vor Ort und konnten das Feuer eindämmen. Glücklicherweise kamen keine Menschen zu Schaden, doch die Sachschäden sind enorm.
Ein Brandanschlag mit klarer Handschrift
Die Analysen der Policía Científica in Málaga bestätigen eindeutig, dass Brandbeschleuniger eingesetzt wurden, um die Flammen gezielt und rasch auszubreiten.
Die Polizeijudikative in Málaga geht davon aus, dass es sich um eine Strafe für Wirte handelt, die sich weigerten, die von der britischen Mafia geforderten „Abgaben“ für angeblichen Schutz und das Recht, in ihrem Territorium zu arbeiten, zu zahlen.
Das wachsende Machtgefüge der Mafia an der Costa del Sol
Die Costa del Sol gilt seit Jahren als Brennpunkt für internationale organisierte Kriminalität – und Torremolinos ist keine Ausnahme. Experten warnen, dass Gruppen wie die britische Mafia ihren Einfluss längst über den Drogenhandel hinaus ausgedehnt haben: Auch das Nachtleben gerät zunehmend unter ihre Kontrolle, und wer sich widersetzt, muss mit Gewalt rechnen.
