Korruptionsfälle und interner Verschleiß setzen Sánchez schwer zu – er ist inzwischen sogar unter seinen eigenen Wählern der am schlechtesten bewertete Politiker. Seine Ablehnungsrate in Spanien ist dreieinhalbmal so hoch wie die von Donald Trump in den USA.
Redaktion Spanien Press
Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat in den vergangenen zwei Jahren 15 Popularitätspunkte verloren, seit er am 16. November 2023 seine umstrittene Wiederwahl nur dank des Amnestieversprechens an Carles Puigdemont und andere katalanische Separatistenführer erreicht hatte, die am illegalen Referendum vom 1. Oktober beteiligt waren.
Aktuellen Umfragen zufolge würden sich heute nur noch 33,9 % der Spanier für Sánchez als Präsidenten entscheiden, während 41 % lieber Alberto Núñez Feijóo, den Vorsitzenden der konservativen Volkspartei (PP), im Amt sähen. Damit hat sich der Abstand zwischen beiden Politikern deutlich vergrößert – ein Zeichen für den anhaltenden Vertrauensverlust in die Regierung.
Politische Erosion und Korruptionsaffären
Mehrere Korruptionsskandale, die in den letzten Monaten das Umfeld der Sozialisten erschüttert haben – darunter die Tonbandaffäre um Santos Cerdán und mutmaßliche Unregelmäßigkeiten bei öffentlichen Aufträgen – belasten das Ansehen des Regierungschefs.
Sánchez gilt erneut als der am schlechtesten bewertete politische Führer – selbst unter den eigenen Wählern. Innerhalb der PSOE wächst die Unzufriedenheit, und viele ehemalige Unterstützer distanzieren sich zunehmend von der Partei.
Rekordverdächtige Ablehnungswerte
Besonders alarmierend ist die sogenannte „Ablehnungslücke“: 47,6 % der Spanier lehnen Sánchez ausdrücklich ab – ein Wert, der dreieinhalbmal höher liegt als die aktuelle Ablehnungsrate von Donald Trump in den Vereinigten Staaten.
Ein unsicheres politisches Klima
Rund anderthalb Jahre vor den nächsten Parlamentswahlen bleibt die politische Lage in Spanien unübersichtlich. Die PP kann ihren Vorsprung in den Umfragen festigen, während die Sozialisten versuchen, den Vertrauensverlust zu stoppen.
Auch die Bündnispartner von Sánchez – insbesondere Junts und ERC – zeigen Anzeichen von Distanz, da die versprochene Amnestie bislang keine spürbare Verbesserung des politischen Klimas gebracht hat.
Beobachter warnen, dass der Imageverlust des Ministerpräsidenten schwer umkehrbar sein könnte, falls es der Regierung nicht gelingt, wirtschaftliche und soziale Erfolge sichtbar zu machen und das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen.
