24. November 2025
Lesezeit 2 Minuten

Galicischer Lehrer wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt – angeblich in Havanna gesichtet: Spanien sucht ihn unter seinen gefährlichsten Flüchtigen

Credit Policia Nacional

Neuen Informationen zufolge soll Martiño Ramos, ein ehemaliger Lehrer aus Galicien, der wegen sexuellen Missbrauchs einer minderjährigen Schülerin verurteilt wurde, kürzlich in Havanna (Kuba) gesehen worden sein. Er soll dort unter falscher Identität leben. Auch die kubanische Gemeinschaft in Spanien hat sich mobilisiert und verbreitet sein Foto in den sozialen Netzwerken, um bei der Fahndung zu helfen

Redaktion Spanien Press

Die spanische Policía Nacional führt ihn erneut auf ihrer Liste der zehn meistgesuchten Flüchtigen – Personen, die als besonders gefährlich gelten und für deren Festnahme die Ermittler ausdrücklich internationale Mithilfe erbitten.

Ein Fall, der Galicien erschütterte

Martiño Ramos Soto, 50 Jahre alt, arbeitete als Musiklehrer in Ourense im Nordwesten Spaniens. Der Fall erregte große Aufmerksamkeit, nicht nur aufgrund der Schwere der Taten – wiederholter sexueller Missbrauch und sadistische Praktiken gegenüber einer Schülerin im Alter zwischen 12 und 16 Jahren –, sondern auch weil Ramos zuvor in lokalen feministischen und linken Bewegungen aktiv war.

Er wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt, verschwand jedoch, bevor er die Strafe antreten konnte. Laut Polizeibeschreibung ist Ramos von schlanker Statur, hat dunklere Haut, welliges grau meliertes Haar und braune Augen. Er gilt als hochgefährlich.

Hinweise auf Aufenthalt in Kuba

Seit Monaten vermuten die Ermittler, dass Ramos nach Kuba geflohen sein könnte. Laut verschiedenen Quellen soll er sich in mehreren Stadtteilen Havannas bewegen und dabei falsche Ausweispapiere verwenden. Die Polizei prüft diese Informationen sowie die Hinweise, die von Mitgliedern der kubanischen Diaspora in Spanien über soziale Medien weitergegeben werden.

Für Hinweise hat die Polizei die E-Mail-Adresse losmasbuscados@policia.es eingerichtet, an die Informationen auch anonym gesendet werden können.

Zusätzlich veröffentlichte die Polizei aktualisierte Fotos aller gesuchten Personen, einschließlich KI-basierter Rekonstruktionen, die mögliche Veränderungen im Aussehen zeigen.


Die zehn meistgesuchten Flüchtigen Spaniens

Die aktuelle Liste umfasst mutmaßliche Sexualstraftäter, Mörder, Menschenhändler und führende Drogenhändler:

1. Martiño Ramos Soto (Ourense, 50 Jahre)

Verurteilt wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen unter Anwendung sadistischer Gewalt. Schlanke Statur, dunklere Haut, graumeliertes, lockiges Haar.

2. Daniel Vázquez Patiño (A Coruña, 46 Jahre)

Gesucht wegen sexueller Übergriffe auf ein zehnjähriges Mädchen. Füllige Statur, braunes Haar mit Geheimratsecken.

3. Jesús Manuel Heredia Heredia, „El Pantoja“ (Algeciras, 40 Jahre)

Einer der bedeutendsten Haschischschmuggler Spaniens, Anführer des Clans Los Pantoja. Wegen Drogendelikten und Haftflucht gesucht.

4. Juan Herrera Guerrero (Puente Genil, Córdoba, 53 Jahre)

Gesucht wegen sexuellen Missbrauchs mehrerer Minderjähriger. Sportliche Statur, braunes Haar. Gilt als äußerst gefährlich.

5. Juan Miguel García Santos (Vilanova de Arousa, 51 Jahre)

Mutmaßlicher Drahtzieher eines galicischen Kokainnetzwerks, das Drogen aus Ecuador in Obstlieferungen schmuggelte.

6. Manuel Rodríguez López (Barcelona, 63 Jahre)

Zahlreiche Haftbefehle wegen Raubüberfällen, Körperverletzung, illegalem Waffenbesitz und Wiederholungsdelikten.

7. José María Pavón Pereira (Huelva, 52 Jahre)

Zu 41 Jahren Haft wegen eines brutalen Doppelmordes in Granada verurteilt.

8. Ionut Ramón Raducan, „Florin“ (Tecuci, Rumänien, 33 Jahre)

Verurteilt wegen Menschenhandels. Er zwang seine minderjährige Schwester und seine Partnerin zur Prostitution in Madrid.

9. Julio Herrera Nieto (Sancti-Spíritus, 56 Jahre)

Gesucht wegen Drogenhandel, illegalem Waffenbesitz und Geldwäsche. Verbindungen zu Heroin- und Kokainnetzwerken.

10. Sergio Jesús Mora Carrasco, „Yeyo“ (Huelva, 48 Jahre)

Einer der größten Haschischschmuggler Europas, spezialisiert auf schnelle Transportboote im Mittelmeer.


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