7. Juli 2026
Lesezeit 2 Minuten

Hitzewelle erreicht ihren Höhepunkt: Andalusien steuert auf bis zu 43 Grad zu – Behörden warnen vor extremer Waldbrandgefahr

Andalusien erlebt derzeit die zweite große Hitzewelle dieses Sommers. Nach Angaben des spanischen Wetterdienstes AEMET steigen die Temperaturen in weiten Teilen der Region auf über 40 Grad. Gleichzeitig wächst die Sorge vor Waldbränden, denn die Kombination aus großer Trockenheit, heißer Luft und teils auffrischendem Wind sorgt für eine äußerst kritische Lage.

Redaktion Spanien Press

von Marlon Gallego Bosbach

Vor allem im Landesinneren Andalusiens wird der Dienstag zu einer Belastungsprobe. In Córdoba werden Höchstwerte von bis zu 43 Grad erwartet, während in Sevilla und Jaén Temperaturen um 42 Grad möglich sind. Auch Granada nähert sich der 40-Grad-Marke, an der Costa del Sol sowie in der Provinz Almería werden örtlich bis zu 38 Grad erreicht.

Die spanische Wetterbehörde AEMET hat deshalb für mehrere Gebiete Warnstufen ausgegeben. Besonders in den Provinzen Córdoba und Sevilla gilt die zweithöchste Warnstufe, da die anhaltende Hitze vor allem für ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen ein erhebliches Risiko darstellt.

Hohe Belastung auch in den Nächten

Nicht nur tagsüber macht die Hitze den Menschen zu schaffen. In vielen Regionen Andalusiens sinken die Temperaturen selbst in den Nachtstunden kaum unter 24 bis 26 Grad. Solche sogenannten tropischen beziehungsweise örtlich sogar heißen Nächte erschweren die Erholung des Körpers erheblich und erhöhen die gesundheitliche Belastung über mehrere Tage hinweg.

Meteorologen rechnen damit, dass die Hitzewelle mindestens bis Mitte der Woche anhält. Erst danach könnten die Temperaturen im Südwesten Spaniens leicht zurückgehen.

Waldbrandgefahr erreicht kritisches Niveau

Parallel zur Hitze steigt die Waldbrandgefahr in vielen Landesteilen auf ein außergewöhnlich hohes Niveau. Besonders betroffen sind weite Teile Andalusiens sowie Regionen im Osten und Nordosten Spaniens.

Die Vegetation ist nach den vergangenen trockenen Wochen stark ausgedörrt. Bereits ein kleiner Funke kann unter diesen Bedingungen ausreichen, um einen Flächenbrand auszulösen. Hinzu kommen örtlich trockene Gewitter und Windböen, welche eine schnelle Ausbreitung von Bränden begünstigen können.

Die Behörden appellieren deshalb an Einwohner und Urlauber, sämtliche Sicherheitsvorschriften strikt einzuhalten. Offenes Feuer, Grillen außerhalb ausgewiesener Bereiche oder das Wegwerfen von Zigaretten können derzeit schwerwiegende Folgen haben.

Erste Brände beschäftigen die Einsatzkräfte

Die angespannte Lage zeigt sich bereits in der Praxis. In der Sierra de Grazalema in der Provinz Cádiz mussten in den vergangenen Tagen vorsorglich zahlreiche Menschen ihre Unterkünfte verlassen, nachdem sich ein Waldbrand in der Nähe von Wohngebieten ausgebreitet hatte. Dank des Einsatzes der Feuerwehr konnte die Situation teilweise stabilisiert werden, sodass ein Großteil der Evakuierten inzwischen zurückkehren durfte.

Dennoch bleiben die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft. Solange die extremen Wetterbedingungen anhalten, besteht jederzeit die Gefahr neuer Brände.

Auch andere Regionen Spaniens betroffen

Nicht nur Andalusien leidet unter der außergewöhnlichen Hitze. In der Region Valencia, in Katalonien sowie in Aragón werden ebenfalls Temperaturen von mehr als 42 Grad erwartet. Teilweise gelten dort sogar die höchsten Warnstufen.

Nach Einschätzung der Meteorologen zählt die aktuelle Wetterlage zu den intensivsten Hitzeperioden dieses Sommers. Bereits Anfang Juli wurden an zahlreichen Wetterstationen Werte von über 40 Grad registriert.

Experten raten zu besonderer Vorsicht

Die Gesundheitsbehörden empfehlen, Aufenthalte im Freien während der Mittags- und Nachmittagsstunden möglichst zu vermeiden. Wichtig sind außerdem ausreichendes Trinken, leichte Kleidung sowie der Schutz besonders gefährdeter Personen.

Auch Haustiere sollten nicht längere Zeit der direkten Sonne ausgesetzt werden. Fahrzeuge können sich innerhalb weniger Minuten lebensgefährlich aufheizen.

Obwohl in der zweiten Wochenhälfte regional eine leichte Entspannung möglich ist, rechnen Meteorologen weiterhin mit sommerlich sehr hohen Temperaturen. Die Waldbrandgefahr dürfte deshalb auch in den kommenden Tagen ein beherrschendes Thema in vielen Teilen Spaniens bleiben.

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