5 de November de 2025
Lesezeit 2 Minuten

Jugendliche in Spanien rauchen, trinken und kiffen so wenig wie nie zuvor

Der Konsum von Alkohol, Tabak und Cannabis unter Jugendlichen erreicht historische Tiefstwerte, laut der Studie ESTUDES 2025

Redaktion Spanien Press

Die Lebensgewohnheiten spanischer Jugendlicher haben sich tiefgreifend verändert: Sie rauchen, trinken und nehmen Drogen so selten wie nie zuvor. Das zeigt die aktuelle ESTUDES-Studie 2025 des spanischen Gesundheitsministeriums, die die besten Gesundheitswerte der letzten 25 Jahre unter Schülerinnen und Schülern im Alter von 14 bis 18 Jahren verzeichnet. Nur 4,2 % rauchen täglich, 11,6 % haben im letzten Monat Cannabis konsumiert, und etwas mehr als die Hälfte hat Alkohol getrunken.

Gesundheitsministerin Mónica García bezeichnete die Ergebnisse als „ermutigend“ und lobte die neue Generation, die „ihre Gesundheit und Freizeit anders versteht als frühere“. Sie führt die positive Entwicklung auf langjährige Präventionspolitik zurück und erinnerte daran, dass ihr Ministerium zwei neue Gesetzesinitiativen vorbereitet: das neue Antitabakgesetz und das Gesetz zum Schutz von Minderjährigen vor Alkoholkonsum.

Tabak und E-Zigaretten auf Rekordtief

Der Tabakkonsum befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen. Nur 4,3 % der Jugendlichen rauchen täglich, und 27,3 % haben schon einmal eine Zigarette probiert – sechs Prozentpunkte weniger als 2023. Das Einstiegsalter liegt bei rund 14 Jahren, und fast die Hälfte der Raucherinnen und Raucher hat im vergangenen Jahr versucht, aufzuhören.

Auch der Konsum von E-Zigaretten und Vapes nimmt ab. Zwar haben 27 % sie im letzten Monat benutzt, doch der Anteil derjenigen, die sie jemals ausprobiert haben, sinkt um fünf Punkte auf 49,5 %. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für die Gesundheitsrisiken: 57,3 % halten sie für schädlich – ein Anstieg um 18 Punkte gegenüber der letzten Umfrage.

García betonte, dass die geplante Reform das Rauchen in mehr öffentlichen Räumen verbieten und E-Zigaretten denselben Regeln wie Tabak unterwerfen wird. Zudem soll ein rauchfreier Radius von 15 Metern um Schulen, Gesundheitszentren und öffentliche Gebäude eingeführt werden.

Cannabis und andere Drogen auf dem Rückzug

Auch der Konsum von Cannabis ist auf einem historischen Tiefstand. Nur 11,6 % der Jugendlichen gaben an, in den letzten 30 Tagen konsumiert zu haben – im Vergleich zu 15,6 % in der vorherigen Studie. 21 % haben die Droge irgendwann ausprobiert. Das Risikobewusstsein steigt auf ein Rekordniveau: 94 % der Jugendlichen halten regelmäßigen Cannabiskonsum für gefährlich – mehr als beim Tabak.

Der Konsum anderer illegaler Drogen liegt bei unter zwei Prozent: Kokain (1,6 %), Halluzinogene (1,4 %) und flüchtige Inhalationsstoffe (2 %) sind ebenfalls rückläufig.

Laut Xisca Sureda, der Leiterin des Nationalen Drogenplans, handelt es sich nicht um ein rein spanisches Phänomen: „Ähnliche Trends zeigen sich in ganz Europa – eine Folge konsequenter Präventions- und Aufklärungsarbeit der letzten Jahre.“

Alkohol bleibt die am häufigsten konsumierte Substanz

Trotz des allgemeinen Rückgangs bleibt Alkohol die meistverbreitete psychoaktive Substanz unter Jugendlichen. 73,9 %haben schon einmal getrunken, 51,8 % im letzten Monat – beide Werte liegen deutlich unter denen von 2023.

Auch riskantes Trinkverhalten geht zurück: Betrunken waren 17,2 %, und Binge Drinking (Rauschtrinken) fiel auf 24,7 % – die niedrigsten Werte seit dem Jahr 2000. Das Einstiegsalter liegt weiterhin bei 13,9 Jahren. Die meisten Jugendlichen trinken „weil es Spaß macht“ oder „weil ihnen das Gefühl gefällt“, während Mädchen häufiger angeben, Alkohol zu konsumieren, wenn sie traurig oder niedergeschlagen sind.

Rückgang auch bei Schlaf- und Beruhigungsmitteln

Erstmals seit einem Jahrzehnt sinkt auch der Konsum von Beruhigungs- und Schlafmitteln ohne Rezept. 17,9 % der Befragten haben solche Medikamente schon einmal eingenommen – ein Rückgang um knapp zwei Punkte gegenüber der letzten Erhebung. Damit endet ein kontinuierlicher Anstieg, der seit 2014 anhielt.

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