1 de Juni de 2025
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Narkokrieg an der Costa del Sol: Zwei Männer in Bar erschossen

Foto Policia Nacional

Vermummte Täter eröffneten in den frühen Morgenstunden das Feuer auf dem Paseo Marítimo. Die Tat reiht sich ein in eine besorgniserregende Serie von Schießereien an der Costa del Sol.


 1. Juni 2025, 07:51 Uhr


Direktangriff auf dem Paseo Marítimo

Zwei Männer wurden in der Nacht zum Samstag, dem 31. Mai, in einer Bar auf dem Paseo Marítimo Rey de España Nr. 106 in Fuengirola, neben dem Strandlokal Martín Playa, erschossen. Augenzeugen zufolge stiegen mehrere vermummte Männer aus einem Fahrzeug und eröffneten das Feuer auf mehrere Anwesende.

Die Opfer starben noch am Tatort. Die Polizei leitete eine groß angelegte Fahndung ein, bislang jedoch ohne Festnahmen.


Vermutung: Abrechnung im Drogenmilieu

Ermittler vermuten, dass es sich um eine Abrechnung im Zusammenhang mit Drogenhandel handeln könnte, schließen jedoch auch andere Motive nicht aus. Der Vorfall verstärkt die Sorge in der Region, die in den letzten Monaten zunehmend von gewaltsamen Verbrechen erschüttert wird.


Eine Welle der Gewalt

Die Schießerei von Fuengirola ist nur die jüngste einer ganzen Serie von Vorfällen an der Costa del Sol im Jahr 2025:

  • Marbella (März): Schüsse in einem Café im Stadtzentrum – ein Mann schwer verletzt.

  • Estepona (April): Zwei Menschen vor einer Luxuswohnanlage angeschossen – ein Toter.

  • Benalmádena (Mai): Schießerei in einer Tiefgarage – ein Verletzter.

  • Torre del Mar (Mai): Schüsse von einem Motorrad auf ein fahrendes Auto – keine Verletzten.

Obwohl die Zentralregierung und die Antidrogenstaatsanwaltschaft betonen, es gebe keinen generellen Anstieg der Kriminalität, wächst die Sorge unter den Anwohnern.


Internationale Mafia nutzt die Costa del Sol

Die Costa del Sol hat sich zu einem strategischen Stützpunkt für internationale kriminelle Organisationen entwickelt. Russische, rumänische, schwedische, albanische, lateinamerikanische Gruppen sowie insbesondere die Mocro Maffia(mit marokkanisch-niederländischen Wurzeln) kämpfen um die Kontrolle über Drogenrouten, Waffenhandel und Menschenhandel.

„Viele dieser Netzwerke ziehen sich in ländlichere, abgelegenere Gegenden zurück, um unauffälliger agieren zu können“, heißt es von der Reformgewerkschaft der Polizei, die erneut mehr Personal und gezielte Maßnahmen fordert.


Sicherheit, Tourismus und Hochsaison: eine brisante Mischung

Mit Beginn der Sommersaison stehen die Behörden vor einer doppelten Herausforderung: die organisierte Kriminalität einzudämmen – und zugleich das Image einer der beliebtesten Urlaubsregionen Europas zu bewahren.


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