Immobilienpreise steigen landesweit um 15 % – in acht Regionen sogar zweistellig
Veröffentlicht am 29. Mai 2025
Redaktion | Spanien Press
Der Immobilienmarkt in Spanien erlebt einen historischen Preisanstieg. Im Mai sind die Kaufpreise für Wohnimmobilien im Vergleich zum Vorjahr um fast 15 % gestiegen – so stark wie nie zuvor. Im Durchschnitt zahlt man heute 27.000 Euro mehr für eine Wohnung als noch vor einem Jahr.
Quadratmeterpreis übersteigt 2.600 Euro
Auch im Monatsvergleich kletterten die Preise um 4 %. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt nun bei über 2.600 Euro. Eine typische 80-m²-Wohnung kostet somit bereits mehr als 208.000 Euro.
Dieser Trend betrifft 95 % aller Provinzen und rund 90 % der Gemeinden, wie aus Daten führender Immobilienportale hervorgeht.
Acht Regionen mit zweistelligen Preiszuwächsen
Am stärksten gestiegen sind die Preise in:
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Valencia
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Murcia
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Balearen
In diesen drei Regionen verteuerten sich Immobilien im Vergleich zum Vorjahr um 20 %.
Besonders auffällig: Die Balearen sind inzwischen die teuerste Region Spaniens – mit einem Durchschnittspreis von über 5.000 Euro pro Quadratmeter, dicht gefolgt von der Autonomen Gemeinschaft Madrid. In beiden Gebieten kostet eine 80-m²-Wohnung im Schnitt rund 400.000 Euro.
Mehr Käufe, mehr Hypotheken
Auch die Nachfrage am Markt steigt deutlich. Laut dem Allgemeinen Notariatsrat verzeichnete man im März:
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+19,7 % bei Immobilienkäufen
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+32 % bei Hypothekenabschlüssen
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+7,3 % bei den Immobilienpreisen
Diese Entwicklung ist vor allem auf gesunkene Zinssätze zurückzuführen, die Kredite günstiger machen – in Kombination mit einem knappen Angebot und wachsender Nachfrage. Das führt zu weiter steigenden Preisen und erschwert besonders jungen Käufern den Zugang zum Markt.
