Der legendäre Hollywood-Star Robert Redford ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Bevor er weltbekannt wurde, verbrachte er Mitte der 1960er-Jahre mehrere Monate in Málaga, genauer gesagt im weißen Bergdorf Mijas – ein kaum bekanntes Kapitel seiner Biografie
Redaktion Spanien Press
Ein Schauspieler in der Krise
1966 befand sich Redford in einer persönlichen und beruflichen Krise. Erste Theater- und Fernsehrollen hatten ihm noch nicht den großen Durchbruch verschafft. Gemeinsam mit seiner Frau Lola Van Wagenen und den Kindern zog er nach Spanien, um ein Sabbatjahr einzulegen.
Einfaches Leben in Mijas
Die Familie mietete ein Haus in den Hügeln von Mijas, unweit von Fuengirola. Das Gebäude verfügte weder über Strom noch über fließendes Wasser – lediglich ein Pool sorgte für ein wenig Komfort. Abseits des Filmgeschäfts lebte Redford dort bewusst einfach, las, malte und dachte über seine Zukunft nach.
Ein „Sabbatjahr“, das nur sieben Monate dauerte
Oft ist von einem ganzen Jahr die Rede, tatsächlich verbrachte Redford rund sieben Monate in Málaga. Diese Zeit half ihm, sich neu zu orientieren. Kurz darauf kam mit Barfuß im Park (1967) sein erster Kinoerfolg, gefolgt von Zwei Banditen (1969), das ihn endgültig zum Star machte.
Der rothaarige Fremde im Dorf
Damals war Redford ein junger Rothaariger mit Sommersprossen, dessen markante Erscheinung noch nicht verriet, dass er bald zu den größten Ikonen des Kinos gehören würde. In Mijas blieb er weitgehend unbeachtet – die Dorfbewohner erinnern sich an den stillen Ausländer, der durch die Gassen schlenderte und die Ruhe Andalusiens genoss.
Málaga als Wendepunkt
Auch wenn seine Zeit dort begrenzt war, blieb der Aufenthalt in Mijas ein besonderes Kapitel in Redfords Leben. Nicht ein Film und kein Festival verband ihn mit Spanien, sondern die Suche nach innerem Gleichgewicht. Bevor Hollywood ihn zur Legende machte, fand Robert Redford in Málaga die Ruhe, die er brauchte, um neu zu starten.
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