6 de November de 2025
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Spanien verbietet Freilandhaltung von Geflügel

Spanien reagiert auf die wachsende Zahl von Vogelgrippe-Fällen mit drastischen Maßnahmen: Ab kommenden Montag ist die Freilandhaltung von Geflügel in Risikogebieten verboten. Betroffen sind unter anderem Regionen in Andalusien, Kastilien und León sowie Katalonien, wo das Risiko einer Ansteckung durch Wildvögel besonders hoch ist

Redaktion Spanien Press

Das Landwirtschaftsministerium unter Luis Planas fordert zudem in allen anderen Gebieten Spaniens eine verstärkte Überwachung und höhere Biosicherheitsstandards. Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, das in den letzten Monaten auch in anderen EU-Staaten wieder stark zirkuliert.

„Seit Mitte Juli verzeichnen wir bereits 14 Ausbrüche bei Hausgeflügel – die Lage ist ernst“, erklärte Elisa Pérez Ramírez, Veterinärin am Tiergesundheitszentrum CISA-INIA (CSIC).

Laut den neuesten Daten des Ministeriums wurden seit Jahresbeginn 91 Ausbrüche registriert – 72 bei Wildvögeln, 14 bei Hausgeflügel und 5 bei in Gefangenschaft gehaltenen Tieren. Insgesamt sind 13 autonome Regionen betroffen.

Auch andere Länder wie Frankreich, Irland und Großbritannien haben ähnliche Maßnahmen ergriffen. In Spanien wird nun zusätzlich die gemeinsame Haltung von Enten und Gänsen mit anderem Geflügel untersagt, ebenso das Tränken von Tieren mit Wasser aus offenen Reservoirs, die Wildvögeln zugänglich sind.

Nach Angaben der Europäischen Behörde wurden allein zwischen dem 1. Juli und dem 5. November 139 Ausbrüche hochpathogener Vogelgrippe (HPAI) bei Hausgeflügel und über 700 bei Wildvögeln gemeldet.

„Seit 2021 sehen wir eine massive weltweite Verbreitung – sogar bis in die Antarktis“, so Pérez Ramírez. Noch nie habe es so viele Fälle und betroffene Tierarten gegeben. „Wir sprechen von einer Panzootie, einer Pandemie unter Tieren – die schwerste in der Geschichte der Tierwelt.“

Das Risiko für den Menschen bleibt laut Experten sehr gering, dennoch mahnen sie zu Vorsicht. Das Gesundheitsministerium empfiehlt, keinen Kontakt mit toten oder kranken Vögeln zu haben, und ruft Landwirte und Tierpfleger dazu auf, sich gegen die saisonale Grippe impfen zu lassen.

Zwar gibt es für Tiere eine Impfung, die das Risiko senkt, aber Infektionen nicht völlig verhindert. Frankreich hat sie bereits 2022 bei Enten eingesetzt – mit Erfolg.

Für den Menschen schützt die Grippeimpfung nicht direkt gegen die Vogelgrippe, kann aber helfen, eine gefährliche Kombination beider Viren zu vermeiden. „Jede zusätzliche Vorsichtsmaßnahme zählt“, betont Pérez Ramírez.

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