6 de November de 2025
Lesezeit 1 Minute

Drei Pferde aus Málaga arbeiten weiter in Sevilla und Huelva – trotz des Kutschverbots

Credit Marwan Aboul Zelof (Unsplash)

Málaga hat einen Schritt getan, den viele als Symbol eines neuen Andalusiens sehen: Die Stadt beendet endgültig den Betrieb der Touristenkutschen mit Pferden, offiziell im Namen des Tierschutzes. Doch während sich die Geräusche der Hufe auf dem Asphalt der Costa del Sol langsam verlieren, hallen sie anderswo weiter: Drei der Pferde aus Málaga werden künftig in Sevilla und Huelva eingesetzt, wo diese jahrhundertealte Tradition noch immer lebendig ist.

(Eine Tierschutzorganisation hat die restlichen Pferde aus Málaga gekauft)

Redaktion Spanien Press

Málaga verabschiedet sich von einem alten Stadtbild

Anfang 2025 beschloss der Stadtrat von Málaga, die letzten 25 Lizenzen für Pferdekutschen vorzeitig aufzulösen, obwohl sie ursprünglich bis 2035 gültig waren. Die Entscheidung wird mit dem Schutz der Tiere begründet: Hitze, Verkehr und lange Arbeitstage seien nicht mehr vertretbar.

Für die Kutscher, von denen viele den Beruf über Generationen ausgeübt haben, bedeutet das das Ende einer Ära. Die Stadt hat über drei Millionen Euro zur Entschädigung der Lizenzinhaber vorgesehen. Tierschutzorganisationen begrüßten die Maßnahme als Beispiel für eine moderne, tierfreundliche Stadtpolitik.

Drei Pferde ziehen weiter nach Sevilla und Huelva

Nicht alle Tiere verabschieden sich vom Arbeitsleben: Drei Pferde aus Málaga wurden nach Sevilla und Huelva verkauft, wo sie weiterhin Kutschen ziehen werden – in Städten, die das traditionelle Bild des Andalusien-Tourismus pflegen.

In Sevilla gehören die Kutschen zum Stadtbild rund um die Kathedrale, den Parque de María Luisa und während der Feria de Abril. Auch in Huelva sind sie Teil des Alltags, vor allem bei Festen wie den Fiestas Colombinas. Die Tiere seien, laut Branchenquellen, tierärztlich überprüft und an erfahrene Besitzer übergeben worden.

Der Schritt Málagas hat eine intensive Debatte in Andalusien ausgelöst. Während Tierschützer fordern, dass andere Städte nachziehen, betonen Kutscherverbände den kulturellen Wert und die lange Geschichte ihres Handwerks.

In Sevilla sind derzeit über 300 Lizenzen aktiv, und die Stadtverwaltung schließt ein Verbot aus – plant aber strengere Kontrollen während der Sommermonate. Huelva verfolgt eine ähnliche Linie.

Málaga dagegen hat sich für einen klaren Bruch entschieden – mit einem Bild, das zwar romantisch war, aber immer stärker hinterfragt wurde. Die drei Pferde, die nun in Sevilla und Huelva weiterarbeiten, stehen symbolisch für den Übergang eines Landes zwischen Tradition und Moderne, zwischen touristischer Postkarte und ethischer Verantwortung.

2 Comments Eine Antwort hinterlassen

  1. Endlich Ruhe und Frieden finden … Das ist eine Behauptung ohne Beweise und hat nichts mit der Realität zu tun. Woher willst du wissen, dass sie nicht gepflegt wurden? Ich bin Pferdephysiotherapeutin und kann das Bild von Pferden beurteilen. Lebe in Spanien und habe noch NIE ein einiziges geschundenes Tier gesehen. Es ist eine Frechheit, was ihr für Lügen verbreitet. Und ja, dieses Kommentar wird gelöscht und nicht veröffentlicht. Aber wenn man einfach nur Müll schreibt, muss man sich im klaren sein, dass es Menschen gibt, die das stört.

    • Dann leben Sie offenbar fern jeder Realität, Andrea! Kommen Sie doch gerne mal zu der (privaten, spendenfinanzierten) Pferdeauffangstation ARCH in Alhaurín el Grande (Provinz Málaga), dann zeige ich Ihnen das Elend, das wir Freiwilligen dort tagtäglich sehen. Auf unserer Webseite können Sie sich auch ein elektronisches Buch über einige unserer Fälle ansehen; vielleicht öffnet Ihnen das die Augen!!

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