Redaktion Spanien Press Toledo, 1. Juli 2025
Eine schwere Panne in der Oberleitung zwischen Yeles und La Sagra (Provinz Toledo) hat am Montagabend den AVE-Schnellverkehr zwischen Madrid und dem Süden Spaniens zum Erliegen gebracht. Hunderte Fahrgäste mussten stundenlang in stehenden Zügen ausharren – einige sogar die ganze Nacht, ohne Licht, Informationen oder Verpflegung.
Eine der Betroffenen ist Irene, eine junge Frau auf Geschäftsreise, deren Zug nur etwa 30 Minuten nach der Abfahrt aus Madrid plötzlich stoppte – und nicht weiterfuhr.
„Wir sitzen im Dunkeln – mit Handylicht“
„Seit halb acht sitzen wir hier fest… Wir sind mittlerweile ziemlich erschöpft“, berichtete Irene live im Radiosender COPE. Nachdem der Zug unerwartet stoppte, informierte das Bordpersonal per Lautsprecher kurz über ein Problem mit der Stromversorgung. Seitdem – keine weiteren Informationen.
„Es gibt kein Licht, wir sind komplett auf unsere Handytaschenlampen angewiesen“, schilderte Irene die prekäre Situation. An Aussteigen war nicht zu denken – der Zug stand mitten auf freier Strecke.
Hilfe aus einem nahegelegenen Dorf
Besonders eindrucksvoll: Einige Dorfbewohner aus der Umgebung brachten den gestrandeten Fahrgästen Essen. „Dank der Nachbarn eines nahegelegenen Ortes haben wir überhaupt etwas zu essen bekommen“, so Irene.
Die genauen Ursachen der Panne wurden noch nicht vollständig geklärt. Der Vorfall wirft jedoch erneut Fragen zur Zuverlässigkeit der Hochgeschwindigkeitsinfrastruktur auf – gerade auf einer der wichtigsten Verkehrsachsen des Landes.
