Vierte Hitzewelle des Sommers erreicht Spanien: AEMET warnt vor extremer Hitze mit Temperaturen über 40 Grad

Credit Lawrence Krowdeed (Unsplash)

Spanien steht erneut vor einer Phase außergewöhnlicher Hitze. Die staatliche Wetterbehörde AEMET (Agencia Estatal de Meteorología) hat die Ankunft der vierten Hitzewelle des Sommers bestätigt. Ab Mittwoch werden die Temperaturen in weiten Teilen des Landes wieder deutlich ansteigen. Meteorologen erwarten mehrere Tage mit extremer Wärme, zahlreichen Wetterwarnungen und einer erhöhten Waldbrandgefahr.

Redaktion Spanien Press

von Marlon Gallego Bosbach

Nach einer kurzen Erholung mit etwas niedrigeren Temperaturen kehrt die Hitze damit mit voller Kraft zurück. Besonders betroffen sind der Süden Spaniens, das Landesinnere sowie verschiedene Regionen entlang des Mittelmeers.

Temperaturen steigen erneut auf über 40 Grad

Der Höhepunkt der neuen Hitzewelle wird für die kommenden Tage erwartet. Vor allem in den großen Flusstälern Spaniens müssen sich Einwohner und Urlauber auf Temperaturen von mehr als 40 Grad einstellen.

Besonders hohe Werte werden im Guadalquivir-Tal in Andalusien, im Guadiana-Gebiet, im Tajo-Tal sowie Teilen des Ebro-Beckens erwartet. In einigen Regionen könnten die Temperaturen erneut die Marke von 42 bis 44 Grad erreichen.

Auch die Nächte bringen kaum Erleichterung. In vielen Gebieten Spaniens werden sogenannte tropische Nächte erwartet, bei denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken. Besonders an der Mittelmeerküste kann die Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit und warmen Nächten für eine zusätzliche Belastung sorgen.

Andalusien besonders von der Hitze betroffen

Wie so oft bei extremen Wetterlagen gehört Andalusien zu den Regionen, die besonders stark betroffen sein werden. Städte und Gemeinden in den Provinzen Sevilla, Córdoba, Jaén, Granada und Málaga müssen sich auf sehr hohe Temperaturen einstellen.

Auch an der Costa del Sol bleibt es heiß. Zwar sorgt das Mittelmeer häufig für etwas niedrigere Höchstwerte als im Landesinneren, dennoch können die Temperaturen auch an der Küste deutlich über 35 Grad steigen. Die hohe Luftfeuchtigkeit kann die gefühlte Temperatur zusätzlich erhöhen.

Für Urlauber bedeutet die Wetterlage vor allem eines: Aktivitäten im Freien sollten möglichst an die Hitze angepasst werden. Besonders während der Mittagsstunden zwischen 12 und 18 Uhr ist die Belastung durch Sonne und Temperaturen am höchsten.

Erhöhte Waldbrandgefahr in mehreren Regionen

Neben den gesundheitlichen Risiken sorgt die neue Hitzewelle auch wegen der steigenden Waldbrandgefahr für Aufmerksamkeit. Die Kombination aus großer Trockenheit, hohen Temperaturen, niedriger Luftfeuchtigkeit und teilweise starkem Wind schafft ideale Bedingungen für die Entstehung und schnelle Ausbreitung von Bränden.

Die Behörden warnen deshalb davor, in trockenen Naturgebieten besonders vorsichtig zu sein. Offenes Feuer, achtlos weggeworfene Zigaretten oder andere mögliche Brandquellen können bei dieser Wetterlage gravierende Folgen haben.

In mehreren Regionen Spaniens wurden die Vorsorgemaßnahmen gegen Waldbrände bereits verstärkt. Feuerwehr und Rettungsdienste bereiten sich auf eine mögliche Verschärfung der Situation vor.

Behörden rufen zu Schutzmaßnahmen auf

Die Gesundheitsbehörden erinnern daran, dass extreme Hitze vor allem für ältere Menschen, Kinder, Schwangere sowie Personen mit chronischen Erkrankungen gefährlich werden kann.

Empfohlen wird, ausreichend Wasser zu trinken, direkte Sonneneinstrahlung während der heißesten Stunden zu vermeiden und körperliche Anstrengungen möglichst auf die frühen Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Leichte Kleidung, Sonnenschutz und regelmäßige Pausen helfen dabei, den Körper vor Überhitzung zu schützen.

Besonders wichtig ist es, gefährdete Personen regelmäßig zu kontrollieren und auch Haustiere vor der Hitze zu schützen. Tiere sollten ausreichend Wasser erhalten und niemals in abgestellten Fahrzeugen zurückgelassen werden.

Wie lange bleibt die Hitze?

Nach Angaben der Wetterexperten soll die aktuelle Hitzewelle mehrere Tage anhalten. Eine deutliche Entspannung wird frühestens zum Ende der Woche erwartet. Allerdings bleibt die Wetterlage weiterhin dynamisch, sodass weitere heiße Phasen im August nicht ausgeschlossen werden können.

Die vierte Hitzewelle des Sommers reiht sich in eine Serie außergewöhnlich warmer Wetterperioden ein, die Spanien in diesem Jahr bereits mehrfach erlebt hat. Meteorologen beobachten die Entwicklung aufmerksam, da immer längere und intensivere Hitzeperioden zunehmend zur Herausforderung für Bevölkerung, Landwirtschaft und Natur werden.

Was bedeutet die Hitzewelle für Urlauber in Spanien?

Für Touristen gibt es trotz der hohen Temperaturen keinen Grund, Reisen nach Spanien abzusagen. Die Urlaubsregionen bleiben geöffnet, allerdings sollten Besucher die Hitze ernst nehmen und ihre Aktivitäten entsprechend planen.

Wer an die Costa del Sol, Costa Blanca, die Balearen oder andere beliebte Ferienregionen reist, sollte besonders auf ausreichenden Sonnenschutz achten, viel trinken und längere Aufenthalte in der prallen Sonne vermeiden.

Ein Strandtag ist auch während einer Hitzewelle möglich – allerdings sind die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag oft die angenehmsten Zeiten. Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich der Spanienurlaub auch bei extremen Temperaturen sicher genießen.

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