16 de Oktober de 2025
Lesezeit 1 Minute

Wer sind die neuen ausländischen Käufer, die den Immobilienmarkt in Spanien anführen?

Immobilienkäufe durch Ausländer steigen bis Juni um 2 %. Besonders Portugiesen, Niederländer und US-Amerikaner treiben den Markt an

Redaktion Spanien Press

Die internationale Nachfrage stützt weiterhin den spanischen Immobilienmarkt. In der ersten Hälfte des Jahres 2025 wurden laut dem spanischen Notarrat 71.155 Immobilienkäufe durch Ausländer registriert – ein Plus von 2 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Wachstum geht vor allem auf in Spanien lebende Ausländer zurück, während die Zahl der Käufe von Nichtresidenten leicht sank.

Zwischen Januar und Juni wurde fast jede fünfte Immobilie in Spanien von einem ausländischen Käufer erworben, ein stabiler Anteil im Vergleich zu 2024. Trotz steigender Preise bleibt das internationale Interesse an Spanien stark.

Portugiesen vorne, Niederländer und Amerikaner folgen

Der Bericht zeigt eine interessante Verschiebung bei den Nationalitäten. Portugiesen verzeichneten den größten Zuwachs (+22,9 %), gefolgt von Niederländern (+18,6 %) und US-Amerikanern (+14,3 %), die ihre Präsenz in Spanien weiter ausbauen.

Briten bleiben mit über 5.700 Käufen die größte Käufergruppe, gefolgt von Marokkanern und Deutschen. Während viele Marokkaner dauerhaft in Spanien leben, kaufen Briten und Deutsche häufig als Nichtresidenten.

Der Käufertyp wandelt sich deutlich: Immer mehr Berufstätige und digitale Nomaden entscheiden sich für Spanien als neuen Lebensmittelpunkt – angezogen von Klima, Stabilität und Lebensqualität.

Der Norden erwacht, der Süden hält stand

Die Mittelmeerküste, Andalusien und die Inseln bleiben die Hotspots für internationale Käufer – fast drei Viertel aller Transaktionen entfallen auf diese Regionen. Doch im Norden Spaniens tut sich etwas: In Regionen wie Asturien (+30,8 %), Kastilien-León (+25,9 %) und Galicien (+14,3 %) wächst das Interesse spürbar.

Überhitzte Märkte wie die Kanarischen Inseln (-7,7 %), Balearen (-6,8 %) und Valencia (-3,6 %) zeigen dagegen leichte Rückgänge.

Immobilien werden teurer – aber bleiben begehrt

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis stieg im ersten Halbjahr um 7,6 %, in Madrid, La Rioja und auf den Kanarischen Inseln sogar um über 14 %.

Nichtresidenten zahlten durchschnittlich 3.126 €/m², in Spanien lebende Ausländer 1.912 €/m², während Einheimische rund 1.809 €/m² bezahlten. Am meisten gaben US-Amerikaner, Schweizer, Schweden, Norweger und Deutsche aus; am unteren Ende lagen Marokkaner, Rumänen und Ecuadorianer.

Investition, Zuflucht oder neues Zuhause

Etwa vier von zehn Immobilienkäufen durch Ausländer dienen als Investment oder Zweitwohnsitz. Doch immer häufiger geht es um mehr: Spanien wird zum festen Wohnort.

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