4. November 2025
Lesezeit 1 Minute

Schluss mit alten Autos: Ab 2026 dürfen sie in diesen spanischen Städten nicht mehr fahren

Ab dem 1. Januar 2026 tritt in Spanien eine neue Regelung in Kraft, die den Verkehr in vielen Städten deutlich verändern wird. Fahrzeuge ohne Umweltplakette der DGT (Dirección General de Tráfico) dürfen dann nicht mehr in Madrid und nach und nach auch in anderen großen Städten fahren. Ziel ist es, die Luftqualität zu verbessern und den veralteten Fahrzeugbestand – das Durchschnittsalter liegt bei rund 13 Jahren – zu erneuern

Redaktion Spanien Press

In Madrid endet damit die bisherige Übergangsfrist für Anwohner, die ihre alten Fahrzeuge außerhalb der Zonen mit besonderem Schutz – Distrito Centro und Plaza Elíptica – noch nutzen durften. Ab dem 31. Dezember 2025 ist damit endgültig Schluss.

Welche Fahrzeuge sind betroffen?

Verboten sind alle Fahrzeuge ohne Umweltplakette, das heißt:

  • Benziner, die vor dem Jahr 2000 zugelassen wurden

  • Diesel, die vor 2006 zugelassen wurden

Zulässig bleiben nur Fahrzeuge mit den Plaketten B, C, ECO oder 0 Emissionen.

Strafen und Kontrollen

Wer ab 2026 ohne Umweltplakette in eine Zone mit Fahrverbot einfährt, muss mit einem Bußgeld von 200 Euro rechnen (bei schneller Zahlung reduziert auf 100 Euro). Überwachungskameras der sogenannten Zona de Bajas Emisiones (ZBE) kontrollieren automatisch die Einfahrten und kennzeichnen Verstöße.

Nach Angaben des Madrider Rathauses sind rund 400.000 Fahrzeuge allein in der Hauptstadt betroffen – zusätzlich zu den Pendlern, die täglich aus anderen Gemeinden kommen.

Weitere Städte folgen

Die neue Umweltpolitik betrifft nicht nur Madrid. Gemäß einem landesweiten Gesetz müssen alle spanischen Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern bis 2026 eine eigene Zone mit niedrigen Emissionen (ZBE) einführen.

Das bedeutet, dass Barcelona, Sevilla, Valencia, Zaragoza, Málaga und viele andere Städte in den kommenden Monaten ähnliche Beschränkungen einführen werden.

Spanien schließt sich damit dem europäischen Trend an, den Stadtverkehr nachhaltiger zu gestalten – doch der Übergang wird schwierig: Ein großer Teil der Autos im Land ist noch immer zu alt, um die neuen Umweltstandards zu erfüllen.

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