2 de Januar de 2026
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Spanien schloss 2025 mit Rekorden im Tourismus ab: Mehr Besucher denn je – und noch stärker steigende Ausgaben

Credit Rich Smith (Unsplash)

Spanien hat das Jahr 2025 mit einem neuen Rekord im internationalen Tourismus beendet. Noch nie zuvor gaben ausländische Besucher so viel Geld im Land aus – und zugleich kamen mehr Touristen als jemals zuvor

Redaktion Spanien Press

Im Gesamtjahr 2025 beliefen sich die Ausgaben internationaler Touristen auf 126,7 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 6,9 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Damit übertraf Spanien bereits vor Jahresende das gesamte Ausgabenvolumen des Vorjahres und schloss 2025 auf einem historischen Höchststand ab.

Auch die Zahl der Besucher erreichte ein neues Rekordniveau. Rund 91,5 Millionen internationale Touristen reisten im Laufe des Jahres nach Spanien, ein Plus von 3,4 Prozent im Vergleich zu 2024. Damit wurde ein neuer Bestwert erzielt, auch wenn die oft genannte Marke von 100 Millionen Besuchern weiterhin nicht erreicht wurde.

Deutlicher Trend: Die Ausgaben wuchsen schneller als die Besucherzahlen

Die zentrale Entwicklung des Tourismusjahres 2025 liegt im Verhältnis zwischen Ankünften und Einnahmen:

  • Besucherzahlen: +3,4 Prozent

  • Tourismuseinnahmen: +6,9 Prozent

Das Wachstum des Sektors wurde somit nicht nur durch mehr Touristen, sondern vor allem durch höhere Ausgaben pro Besucher getragen.

November 2025 als Beispiel für den Strukturwandel

Besonders deutlich zeigte sich dieser Trend im November 2025. In diesem Monat kamen 5,8 Millionen internationale Touristen nach Spanien, ein Zuwachs von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Ausgaben stiegen jedoch deutlich stärker auf 8,09 Milliarden Euro – ein Plus von 5 Prozent.

Im Durchschnitt gab jeder Tourist 1.399 Euro aus (+2,9 Prozent). Die durchschnittlichen Tagesausgaben erhöhten sich um 5,4 Prozent auf 188 Euro, während sich die Aufenthaltsdauer leicht auf 7,4 Tage verkürzte. Die Reisen wurden damit etwas kürzer, aber klar ausgabenintensiver.

Großbritannien blieb führend – Fernmärkte gewannen an Bedeutung

Großbritannien behauptete 2025 seine Position als wichtigster Herkunftsmarkt. Britische Touristen gaben im November 1,3 Milliarden Euro aus, ein Anstieg von 12,7 Prozent. Deutschland folgte mit 949 Millionen Euro, Frankreich mit 581 Millionen Euro.

Im Gesamtjahr entfielen:

  • 17,8 Prozent der Tourismuseinnahmen auf Großbritannien

  • 11,8 Prozent auf Deutschland

  • 8,7 Prozent auf Frankreich

Gleichzeitig gewannen sogenannte Fernmärkte deutlich an Gewicht. Besucher aus den USA, Lateinamerika sowie aus asiatischen Ländern wie China, Japan oder Südkorea steigerten ihre Ausgaben um 7,1 Prozent und trugen spürbar zum Wachstum des spanischen Tourismus bei.

Transport, Aktivitäten und Hotels prägten das Ausgabenprofil

Der größte Ausgabenposten entfiel 2025 auf den internationalen Transport (22,4 Prozent), gefolgt von Freizeit- und Kulturaktivitäten (20,5 Prozent) sowie Unterkünften (17,3 Prozent).

Mehr als 57 Prozent der Gesamtausgaben stammten von Touristen, die in Hotels übernachteten. Der Anteil nicht-kommerzieller Unterkünfte ging weiter zurück.

Kanaren führend – Madrid mit dem stärksten Wachstum

Regional blieben die Kanarischen Inseln im November 2025 das wichtigste Reiseziel für internationale Besucher mit 1,46 Millionen Touristen und 27,7 Prozent der Monatsausgaben. Katalonien folgte auf Platz zwei. Die Autonome Gemeinschaft Madrid verzeichnete mit einem Plus von 14,6 Prozent das stärkste Wachstum bei den Ausgaben.

Im Gesamtjahr führte Katalonien mit 18,5 Prozent der Tourismuseinnahmen, vor den Kanaren (17,5 Prozent) und den Balearen (16,4 Prozent).

Fazit: 2025 als Jahr der höheren Wertschöpfung

Das Tourismusjahr 2025 markierte für Spanien einen Wendepunkt:
Mehr internationale Besucher als je zuvor, aber ein noch stärkeres Wachstum bei den Ausgaben pro Tourist und pro Tag.

Der spanische Tourismussektor setzte damit weniger auf reines Mengenwachstum und stärker auf wirtschaftliche Wertschöpfung – eine Entwicklung, die Politik und Branche seit Jahren anstreben und die sich 2025 klar in den Zahlen widerspiegelte.

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